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StrongmanRun Trainingsplan

StrongmanRun Trainingsplan

Wie es der Zufall will, hat mich Fishermans Friend eingeladen, an der diesjährigen StrongmanRun Premiere in Ferropolis teilzunehmen. Das ist wie wenn Wladimir Klitschko einem zum Boxen einlädt: Man weiß es wird weh tun, aber irgendwie auch unvergesslich sein. Zu einer ordentlichen Herausforderung kann ich schwer nein sagen und ein StrongmanRun knapp 90 Minuten von zu Hause entfernt? Das klingt gut!

22km mit 15 Hindernissen klingt jedoch weniger gut, bzw weniger leicht (quasi wie ein Boxkampf gegen Wladimir Klitschko). Und da mein Triathlon Training relativ einseitig zu beschreiben ist (Fahrrad, laufen, schwimmen, und das ganze nochmal), hier für alle interessierten der erste Teil meiner Serie „der Strongmanrun Trainingsplan für Nummer sicher“

1. Tag der Vorbereitung

Am ersten Tag wird weniger physisch trainiert. Heute werden die grauen Zellen angestrengt. Auf dem Tagesplan stehen drei Punkte:

I Warum tue ich mir das an?
II Wer tut sich das noch an?
III Können wir uns das antun?

Motivation oder „Warum tue ich mir das an?“

Für Aussenstehende kann man das immer leicht beantworten: „tolles Event, starker Teamgeist, unvergesslich, Grenzen entdecken und überschreiten“. Aber wie sieht es mit einem selbst aus? Glauben wir die Dinge wirklich, die wir den anderen erzählen? Da ich 2012 bereits beim StrongmanRun mitgemacht habe, dachte ich mir, dass ich mal die alten Fotos checken sollte. Und siehe da – Verregnete Bilder, nasse Klamotten, kalte Temperaturen… aber immer ein strahlendes Gesicht. Auf jedem Foto. Das ist für mich Grund genug, noch einmal anzutreten. Um genau zu sein hatte ich auch schon letztes Jahr überlegt, allerdings hat mich dann die 6std Fahr zum Nürburgring abgehalten.

Strongmanrun-Trainingsplan

Wer kommt mit und tut sich das noch an?

Wie ich bereits festgestellt habe, ist ein FunRun dreimal so lustig, wenn man zu X+1 läuft, der Spaß potenziert sich nämlich. Leider haben meine verrückten Laufkameraden Oli und Steven abgesagt, deshalb werde ich noch ein bisschen die Werbetrommel rühren müssen. Mein Tipp: Sucht euch einen Laufpartner. Das macht das Traning interessanter und den Wettkampf leichter und einfach schöner. Ernsthaft! Geheimtipp: Auch mitgebrachte Zuschauer intensivieren den Lauf deutlich.

Bin ich in der Verfassung mir das anzutun und durchzuhalten?

Nach einem schrecklichen Ereignis während der Cross Challenge 2013 ist mir eines klar geworden: nicht fit = nicht gut. Ist so. Man kann darüber streiten, ob der StrongmanRun extrem ist, oder nicht. Sehr anstrengend ist er in jedem Fall (und wer etwas anderes erzählt, war nicht dabei und/oder lügt). Die Distanz ist hierbei tatsächlich noch die geringste Herausforderung. 22km laufen kann man relativ schnell „lernen“. Aber wie sieht es aus, wenn sich diese 22km plötzlich auf 3-4 Stunden dehnen? Wenn es während dessen kalt wird und regnet? Oder die Sonne erbarmungslos runterknallt? Man sollte dem Lauf nicht respektlos gegenüber treten. Aber keine Angst, man muss auch kein Hochleistungsathlet sein, um fröhlich ins Ziel zu laufen (nicht kriechen!).
Meine eigene Analyse, welche Schwerpunkte ich beim Training setzen sollte, sieht so aus:

1. Ausdauer
Das Triathlon Training hält mich vergleichsweise sehr fit. Das ist schonmal gut. Allerdings bin ich lauftechnisch bisher nicht über 10km rausgekommen. Bis zum 30.8. muss ich eine Distanz von mind. 20km (ohne Hindernisse) bequem laufen können, bestenfalls in 2std.

2. Kraft
Hier sind Bilder von vor vier Jahren eher demotivierend. Da sah das alles noch anders aus,so, dass man auch mal ein Foto hochladen konnte. Die guten alten Zeiten. :) Für jegliche Hangel- und Kletteraktionen bereitet mich mein Bürojob leider ausreichend vor. Deshalb werde ich ebenfalls noch nachlegen müssen. Wie? Das erfahrt ihr demnächst!

3. Beweglichkeit
Jeder RPG Spieler kennt das Attribut „Agilität“. Wenn man in einem Strom von mehreren tausend Läufern unterwegs ist und plötzlich einen Berg besteigen muss, ist Gewandheit – oder wie es auch genannt wird: Wendigkeit – eine Fähigkeit, die euer Vorwärtskommen, eure Unfallfreiheit und die eurer Mitmenschen unterstützt. Wie man das trainiert? Später mehr dazu.

4. Trittsicherheit
Man könnte es auch mit „Gewandheit für die Füße“ beschreiben. Trittsicherheit ist bei jedem Laufsport extrem wichtig. Bei Geländeläufen ist jedoch mindestens 10x wichtiger. Der moderne Großstadtjogger ist nämlich nicht darauf vorbereitet, dass Wald- und Wiesenwege gar nicht asphaltiert, glatt und gerade sind. Nimmt man diese neuen Umstände, multipliziert sie mit Äonen und erweitert sie um die Ewigkeit…dann hat man eine grobe Vorstellung davon, wie eine Strongmanrun Strecke aussieht. Achso: Zum Training dazu – wer hätte es gedacht – später mehr.

5. Abhärten
Wie bereits gesagt, der Strongmanrun kann bei günstigen, aber auch bei total ungünstigen Temperaturen stattfinden. In jedem Fall sollten wir uns entsprechende Maßnahmen für eine passende Reaktion überlegen. Später mehr dazu.

6. Wahnsinn
No Wahnsinn. No Glory. Wahnsinn. Wahnsinn. Wahnsinn.

David Binninger

David Binninger, Wahlschwabe, Sportler aus Leidenschaft.

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